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Montag, 05. April 2010 08:04

Zertifizierung Ulrich-von-Königstein-Weg

Ulrich-von-Königstein-Weg erhält Qualitätssiegel

Fränkischer Albverein kann glänzenden Erfolg verbuchen

Einen glanzvollen Erfolg verbuchen konnte der Fränkische Albverein auf der internationalen Touristik-Messe CMT in Stuttgart: Am Samstag, dem 16. Januar 2009 wurde der neue Ulrich-von-Königstein-Weg zwischen Engelthal, Happurg und Lichtenegg mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Er gehört damit zu den 50 schönsten Wanderwegen Deutschlands. Der 52 km lange, mit rotem Balken auf gelbem Grund markierte Rundwanderweg geht auf eine Idee von Kreisheimatpfleger Robert Giersch zurück; die Kosten für Planung und Markierung trug der Landkreis Nürnberger Land.

Der Rundweg, der die Wirkungsstätten des Reichsministerialen Ulrich von Königstein verknüpft, inszeniert die herrliche Landschaft des Albach- und Hammerbachtals rund um Engelthal, Offenhausen und Happurg. Kennzeichnend für den Weg ist der besonders hohe Anteil an naturbelassenen Pfaden und sein außerordentlicher Erlebnisreichtum: Weite Aussichten wechseln ab mit dunklen Quellgebieten, markante Auf- und Abstiege mit bequemen Passagen, die stillen Hochflächen der südlichen Frankenalb mit den trutzigen Burgen der Reicheneck und Lichtenegg. Neben den weithin bekannten landschaftlichen Highlights der südlichen Frankenalb wie Hohler Fels und Jungfernsprung bei Happurg sowie Steinerner Rinne bei Engelthal sind es aber gerade die weniger spektakulären, kleinen Kostbarkeiten, wie etwa die Hinterhaslacher Heide, die den neuen Wanderweg so charmant machen.

Und immer wieder begegnen uns die Artefakte des Reichsministerialen Ulrich von Königstein aus längst vergangenen Zeiten; freilich sind sie oft zu kaum noch sichtbaren Bodendenkmalen zerfallen, wie das Oedesschloss bei Peuerling oder Birkensee über Egensbach. So macht uns der Weg vertraut mit der Geschichte unserer Heimat: Der wenig bekannte Verwalter im staufischen Diensten wirkte von Burg Reicheneck aus. Nachdem sich der Tod seines Sohnes und Enkels abzeichnete, bezeugte er innere Einkehr durch die Gründung des Dominikanerinnenklosters Engelthal.

Aber nicht nur für Füße und Augen ist der Weg ein Genuss. Begeistern wird den Wanderer auch die vortrefflich aufgestellte Gastronomie, die für jeden Geldbeutel und die verschiedensten Ansprüche etwas zu bieten hat und die fränkische und oberpfälzische Schmankerl mit internationalen Köstlichkeiten kontrastieren lässt. Viele der Gasthäuser am Weg sind Mitglieder des Fränkischen Albvereins: Sie wissen, was sie an unserem Verein haben!

Gutes Zusammenwirken aller Beteiligten

Siegfried Vogl, Leiter der Tourismuszentrale Frankenalb, der die Urkunde entgegen nehmen konnte, freut sich über den gelungenen Abschluss. Die Erfolgsstory des Projekts kann sich ja auch sehen lassen: Nach nur zweimonatiger Planungszeit durch die in Lauf ansässige Schettler Consulting KG konnte der Weg nach reichlich einem Monat durch die ehrenamtlichen Kräfte des Fränkischen Albvereins e.V. markiert  werden. Den engagierten Wegemeistern, durch deren Mitwirkung der Weg entstanden ist, soll hier ausdrücklich gedankt sein.

Die außergewöhnlich kurze Planungs- und Realisierungsdauer konnte nur durch die enge Verzahnung zwischen  Auftraggeber, Planungsbüro und Wanderverein ermöglicht werden, was auch zu vergleichsweise niedrigen Kosten für das Renommierprojekt geführt hat. Bei den nicht immer einfachen Trassenfindungen arbeiteten Fränkischer Albverein, die Gemeinden, die Naturschutzbehörde und Forstbetrieb Allersberg Hand in Hand. Nur durch die vertrauensvolle wechselseitige Zuarbeit war es überhaupt möglich, den schönen neuen Weg markieren zu können.

Unser Verbandspräsident Dr. Rauchfuß bedankte sich auf der Messe beim Wegereferenten des Fränkischen Albvereins dafür, dass er im bundesweiten Vergleich den Qualitätsgedanken für Wanderwege am engagiertesten voran treibt: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Fülle an Spitzenwanderwegen, wie im Arbeitsgebiet des FAV. Bei Tourismusverantwortlichen und Wandervereinen aus dem gesamten Bundesgebiet ist Fränkischer Albverein in aller Munde.

Aber nicht nur Fernreisende und Touristen interessieren sich für den neuen Spitzenwanderweg. Die meisten der Wanderer sind doch die Familien aus dem Großraum Nürnberg, denen so verborgene Schätze ihrer Heimat vertrauter werden. Und nur, was bekannt ist, kann auch geschätzt werden. Eine bessere Werbung für unsere Heimat, als ein Wanderweg, kann es nicht geben!

Andreas Schettler
(Wegereferent)

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